Um deren Entdeckung und Wirkung rankt sich eine Legende. Ein Hirte im Königreich Kaffa soll einer Ziege beim Knabbern vom immergrünen Kaffeestrauch zugesehen haben.

Das Tier habe in der darauffolgenden Nacht sehr unruhig und wenig geschlafen. Aufgrund dieser Erzählung taten es Mönche der Ziege wohl gleich, um für ihr nächtliches Beten wach zu bleiben. Mit Erfolg.

Wachstumsverhältnisse

Kaffeepflanzen gedeihen in feuchtem und mildem Klima jenseits des Äquators. Kaffeeplantagen findet man heute in Vietnam, Indonesien, Indien, Brasilien, Kolumbien und Honduras. Auf Temperaturschwankungen und Frost reagieren sie empfindlich. Minustemperaturen können ganze Plantagen zerstören. 1500-2000 mm Regenwasser benötigt die Pflanzen im Jahresdurchschnitt. Nach ihrer Blütezeit reift die Kaffeekirsche nach 9-11 Monaten bei Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad.

Was Arabica und Robusta unterscheidet

Geschichte

Robustabohnen wurden im neunzehnten Jahrhundert im Kongo entdeckt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verbreitet sich diese Bohnensorte weltweit. Durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs stagnierte der Export jedoch kurzzeitig. Die Arabicabohne verbreitet sich bereits im 15. Jahrhundert.

Form und Größe

Arabica und Robusta unterscheiden sich in ihrem jeweiligen genetischen Code. Letztere Sorte hat nur halb so viele Chromosomen wie die erst genannte. Die größte Menge angebauten Kaffees machen mit 70% die Arabicabohnen aus.
Diese sind deutlich größer, ovaler und flacher und zeichnen sich durch eine geschwungene Vertiefung aus.Für die andere Bohne ist die Einkerbung auf der flachen Seite charakteristisch.

Koffein und Geschmack

Beide Sorten unterscheiden sich zunächst geschmacklich. Der Säureanteil ist bei Arabica höher. Auch der Geschmack ist süßer und wird als angenehme empfunden. Robustakaffee ist weniger blumig und fruchtig. Sein typisches Aroma ist erdiger und holziger.
Robustas enthalten weniger Zucker aber doppelt so viel Koffein. Daher machen sie schnell munter. Für die Zubereitung von Cappuccino oder Latte macchiato empfiehlt sich diese Bohne. Ihr dominanter Geschmack setzt sich selbst bei einem relativ hohen Milchanteil durch. Diese Bohnenart ist besonders widerstandsfähig. Grund sind jeweils hohe Mengen an Koffein und Chlorogensäuren. So ist die Pflanze weniger anfällig für Schädlinge.

Wirkung und Verträglichkeit

Die Bohne mit der Einkerbung auf der flachen Seite enthält mehr Chlorogensäure. Deshalb hat sie einen harntreibenden Effekt und ist weniger magenfreundlich. Röstet man sie langsamer und schonender, wird sie bekömmlicher.

Zuckergehalt

Kaffeebohnen enthalten 3-7% Zucker. Die Robustasorte ist weniger zuckerhaltig, besonders kälteempfindlich und bitter im Nachgeschmack.

Espressi

Espressoliebhaber wissen: der ausgewogene Robustaanteil macht eine gute Mischung aus. Für die Zubereitung eines qualitativ hochwertigen caffè gilt deswegen: die Crema wird stabil bei richtig dosiertem Robustagehalt. Daher schwören Italiener bei Kaffeemischungen auf eine hohe Robustamenge.

Das Geheimnis: die Mischung macht’s

Die Bohnen mit dem süßeren und erdigeren Geschmack sind die Favoriten unter Kennern. Die meisten Barista, Röstereien und Cafés führen überwiegend den als hochwertiger angesehenen Arabicakaffee. Aus Überzeugung und Leidenschaft bieten sie den Kunden so das Beste in deren Tasse.

Qualität und Geschmackserlebnis beim Robustagenuss sind einzigartig. Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, kann beim nächsten Besuch in seiner Cafebar auch mit ein wenig Fachwissen punkten. Womöglich führt Sie diese Lektüre geradewegs zu einer guten handwerklichen Rösterei. Kaffee ist einfach wunderbar-wohl bekomm’s!

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