Das weltweit meistgetrunkene Getränk ist der Kaffee. Kaffee deren Ursprung im äthiopischen Hochland Abessinien liegt, wo er auch heutzutage wild wächst. Schon seit dem 9. Jahrhundert ist dieser Kaffee aus Äthiopien weltbekannt und seine Geschichte interessant.

Ab dem 15. Jahrhundert verbreiteten Mekka-Pilger den begehrten Kaffee in der arabischen Welt. Vor allem wegen seiner belebenden Wirkung wurde er vorwiegend in den Moscheen zur Gebetsstunde konsumiert. Die ersten in der Geschichte bekannten Kaffeeschenken wurden in Mekka und Medina ins Leben gerufen. Obwohl Geistliche und Rechtsgelehrte die so genannten Kaffeeschenken schließen konnten, dauerte dieser Zustand nicht lange an. Zu begehrt war das belebende Getränk und zu viele Anhänger waren davon begeistert, der Siegeszug des Kaffees war nicht mehr aufzuhalten.

Gegen Ende des 16. Jahrhunderts lernten die ersten Europäer, welche den Orient einen Besuch abstatteten, den Kaffee kennen und lieben. Kein Wunder, wurde doch der Kaffee weiterhin in den Kaffeehäusern den Gästen verabreicht. Da Gastfreundschaft im Islam eines der wichtigsten Gebote darstellt, wurde dieser auch den Europäern serviert. Nach und nach fand der Kaffee Zugang in private Gemächer und im Laufe der Zeit machte er sich auch auf den Weg nach Europa. Die interessante Geschichte des Kaffees setzte sich fort.

Der Weg nach Europa

In Venedig wurde Kaffee zuerst angeboten, als er auf dem Seeweg vom Orient nach Europa gelangte. Im Jahre 1645 eröffnete das erste europäische Kaffeehaus seine Pforten am Markusplatz. Die Einheimischen waren fasziniert von dem belebenden Getränk.
Die Lust an diesem Getränk wirkte irgendwie befremdlich, was Gegner auf den Plan ruft. Christliche Eiferer forderten den Papst auf, dieses angeblich satanische Gebräu mit dem Kirchenbann zu belegen.

Der Papst probierte den Kaffee selbst und entschied sich gegen die Verbannung dieses Getränks. Im Gegenteil, er segnete den Kaffee und sorgte somit für die weitere Verbreitung ins restliche Europa.

Kaffee sorgt für Berichtigung

Der Kaffee veränderte das Leben der Menschen in Europa grundlegend. Schnell löste der Kaffee Bier als Getränk ab. Vor allem Unternehmer erkannten schnell, welches wichtige Getränk der Kaffee war. In einem Nu waren die Arbeiter klar im Kopf, friedfertig und pünktlich bei Arbeitsbeginn zugegen. Kaffee wurde schnell zum Freund der Arbeiter.
Das Londoner Bürgertum entdeckte den Kaffee ebenfalls und machte es zu ihrem Lieblingsgetränk. Londons Kaffeehäuser entwickelten sich zu Treffpunkten von Intellektuellen und Gelehrten.

Für die weltweite Verbreitung des Getränks sorgten schließlich die Holländer mit ihren Kolonien. Sie pflanzten ihn unter anderem in ihren Kolonien in Ceylon an.

Kaffee als Getränk der Revolution

Für die französischen Erneuerer wurde der Kaffee zu einem Wahrzeichen der Aufklärung. Sie verabscheuten Alkohol und verherrlichten den Kaffee. Die Rede eines Journalisten in einem Kaffeehaus sorgte für den Sturm auf die Bastille im Jahre 1789, Beginn der Französischen Revolution.

Wien bemächtigt sich des Kaffees

In der Hauptstadt beginnt eine Art Liebesgeschichte zwischen Wien und dem Kaffee. In Wien wurde ein neuer Typ Kaffeehaus ins Leben gerufen, der das Getränk noch beliebter machte. Die verschiedenen Zubereitungen des Kaffees, eine große Auswahl an Torten und Kuchen sowie die Möglichkeit sich zu präsentieren, ohne sich äußern zu müssen, das machte Wien und seine Kaffeehäuser so beliebt.

In Deutschland selbst fand der Kaffee erst 100 Jahre später die Anerkennung die ihm zustand, nämlich im Laufe des 18. Jahrhunderts.

Wahrscheinlich wäre die Geschichte der Menschheit ohne Kaffee anders verlaufen.

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